SPD Unterbezirk Mühldorf am Inn

Arbeitnehmerinteressen stärken – soziale Ungerechtigkeiten verhindern

Veröffentlicht am 06.05.2013 in Unterbezirk

Zentrale Maikundgebung des DGB in Waldkraiburg

In Waldkraiburg fand auch 2013 wieder die Maikundgebung des DGB statt. Als Hauptredner war Christian Bindl vorgesehen, von der Katholischen Betriebsseelsorge. Leider musste er krankheitsbedingt absagen, und Richard Fischer, SPD UB Vorsitzender und DGB Kreisverbandsvorsitzender sprang deshalb kurzfristig ein.

Nach dem Demonstrationszug vom Stadtplatz zum Graf Toerring Hof begann die Kundgebung mit einigen Musikstücken der Egerländer Blaskapelle. Nach den Begrüßungen und Grußworten durch Waldkraiburgs Bürgermeister Sigi Klika, ergriff Richard Fischer das Wort und nahm Stellung zu verschiedenen gesellschaftlichen Problemen.

Die sozialen Ungerechtigkeiten in ganz Europa sind so vielfältig wie noch nie, kein Land bleibt davon verschont. Die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen durch gemeinsames Handeln und gemeingültige Grundlagen, muss ein vorrangiges Ziel sein. Nur wer Arbeit hat, kann zu einem sozialen Europa beitragen. Ohne Arbeit geraten die Menschen schnell ins gesellschaftliche Abseits, an den Rand der Gesellschaft. Richard Fischer betonte, dass allein in Deutschland mehr als 1,3 Mio. Menschen als „Aufstocker“ Geld vom Staat brauchen, um überleben zu können. Trotz Arbeitsplatz.

Das wiederum führt zum zweiten Problem als Folge dieser Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor, der Altersarmut. Wenig Verdienst ergibt im Gesamten eine Rente, die nicht zum Leben reicht. Das Resultat daraus: Der Staat muss wieder helfend eingreifen, verbunden mit hohen Kosten. Deshalb ist es nicht zu verstehen, wenn Mandatsträger immer noch gegen die Einführung eines Mindestlohnes sind.

Am 2. Mai 2013 jährte sich zum 80. Mal der Jahrestag der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten. Fischer rief dazu auf, Rassismus in unserer Gesellschaft keine Chance mehr zugeben. Anders Denkende, anders Gläubige oder anders Aussehende machen unserer Leben zu einem bunten Gesamtbild, und alle haben die gleichen Rechte und Pflichten. Gewerkschaften ständen nach wie vor für Solidarität im Arbeitsleben und innerhalb der Gesellschaft.

Das diesjährige Thema der Maikundgebungen des DGB gute Arbeit - sichere Rente – soziales Europa ist nicht nur das aneinander reihen einzelner Aspekte. Es sind die Grundlagen für ein zufriedenes Leben aller Altersgruppen in einem vereinten Europa.

 

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