SPD Unterbezirk Mühldorf am Inn

Der NPD keine Plattform geboten

Veröffentlicht am 28.08.2013 in Unterbezirk

Und wieder einmal wurde versucht in Mühldorf eine Veranstaltung am Stadtplatz durchzuführen, die kein demokratisch denkender Mensch gut heißen kann. Dieses Mal war es  die NPD, die eine Kundgebung angemeldet hatte und mit Lautsprecherwagen und laut schreienden Rednern erschien. Unter dem Deckmantel einer Wahlveranstaltung wurde nichts anderes versucht, als braunes Gedankengut unter das Volk zu bringen.

Das Aktionsbündnis „Mühldorf ist bunt“ hatte zu einer Gegendemo aufgerufen und rund 300 Menschen waren gekommen, um zu zeigen, dass Mühldorf keine Plattform für Neonazis bietet. SPD Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer, einer der Sprecher von „Mühldorf ist bunt“, gehörte mit zu den Organisatoren der Gegendemo und konnte zahlreiche Kommunalpolitiker unter den Anwesenden begrüßen, unter anderem Bürgermeister Günther Knoblauch, Bundestagskandidatin Annette Heidrich und Landtagskandidat Günter Zellner.

 Günter Zellner ging in seinem Redebeitrag konkret auf die Wahlkampfparolen der NPD ein. Als DGB Regionsvorsitzender verwies er auf den 80. Jahrestag der Stürmung der Gewerkschaftshäuser durch die Nazis 1933. Damals hat man sich zu spät gemeinsam gewehrt, Gewerkschafter wurden gefangen genommen, gefoltert und ermordet. Doch wir haben aus der Geschichte gelernt, und deshalb ist es wichtig jetzt ein gemeinsames, entschiedenes Auftreten gegen Rechts zu demonstrieren.

 Von der NPD wird versucht, die sozialen Probleme für ihre niederen Anliegen auszunutzen. Sie wollen angeblich die Zeitarbeit abschaffen und die Massenarbeitslosigkeit überwinden. Dabei geht es jedoch nicht um alle Beschäftigten, sondern allein um die deutschen Arbeiter, sie fordern Ausländerbeschäftigung abbauen und ein materiell sorgenfreies Leben nur für die Deutschen. Beim genauen hin schauen entpuppt sich dieses Programm jedoch als gewerkschaftsfeindlich, rassistisch und nationalistisch.

 Die vermeintlich einfache Lösung der Braunen ist immer: Deutsche Arbeitsplätze für Deutsche. Die Neonazis mögen sich in Organisation und Auftreten verändert haben, der Inhalt bleibt farblich derselbe: braun!

 Günter Zellner forderte die Anwesenden auf, aktiv und wachsam zu sein, sich zu engagieren gegen Neonazis, egal wo sie aktiv sind. Auch der Bayerische Verfassungsschutz soll die Augen aufmachen im Kampf gegen Rechts, da gibt es genug zu tun. Für ihn ist ein Verbot der NPD längst überfällig.

 Die Schlussworte Günter Zellners waren: Liebe türkische, griechische, arabische, portugiesische, kroatische und vietnamesische, österreichische, syrische Mitbürger: Ihr alle seid uns willkommen!

 Für uns gibt es nur eine Sorte Fremde: Die Braunen!

Dem ist nichts mehr hin zu zufügen!

 

Polizeibericht auf IS24.de

Bericht auf IS24

 

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