OVB 15.05.18: Überforderung als Ursache für Depressionen

Veröffentlicht am 28.05.2018 in Gesundheit

Was sind die Ursachen für Depressionen, was kann man unternehmen? Antworten auf diese Fragen gab Ludwig Spirkl bei einem Vortrag. Foto: SPD

„Depressiv Kranke erkennen ihre Krankheit nicht selbst und sie geben nur der Umwelt Schuld“, sagt Ludwig Spirkl, Pflegedienstleiter der Innsalzach-Kliniken. Er referierte auf Einladung der SPD Ampfing im Gasthaus Duschl in Ampfing über eine Krankheit, die weiter verbreitet ist als Demenz.

Ampfing – Was hat es mit der seelischen Krankheit „Depression“ auf sich ? Ein aufmerksames Publikum erfuhr in einem eineinhalbstündigen Vortrag die Ursachen, Symptome und das Krankheitsbild, diverse Arten und Stadien, deren Folgen sowie geeignete Behandlungsmöglichkeiten. Die Erkrankung trifft rund zehn Prozent der Bevölkerung. Bei Frauen werden derzeit Depressionen mehr erkannt als bei Männern, obwohl auch die immer stärker davon betroffen sind. Bei Männern werden die Symptome jedoch oftmals falsch interpretiert.

Bei Frauen kann sich eine Depression durch Mutlosigkeit und Grübeln bemerkbar machen. Bei Männern hingegen sind oftmals Aggressivität, schnelles Aufbrausen oder übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss die Anzeichen. Die Krankheit kann Ursachen in der Erbmasse, im falschen Einsatz von Medikamenten und Anabolika haben. Aber auch Nichtanerkennung im Berufs- und Privatleben, ungünstige Lebenssituationen und Überforderungen – Spirkl nannte als Beispiel alleinerziehende Mütter – können ebenfalls zu Depressionen führen. „Viele depressiv Kranke geben für ihren Zustand immer der Umwelt die Schuld. Sollte die Umwelt sich jedoch auf den Kranken einstellen, findet dennoch kein Heilungsprozess statt“, fügte er hinzu. Weil Schmerzen häufig der Grund für Depressionen seien, könne der Hausarzt mit „Multipharmazie“ eher noch Fehler machen. Spirkl empfiehlt deshalb unbedingt, Rat bei Fachkliniken und Ärzten zu suchen.

Manche Menschen erleiden nicht nur eine depressive, sondern auch manische Phasen. „Wenn man die Ursachen der Depression kennt, dann kann man diverse Behandlungsmethoden einsetzen“, sagte der Referent. Er führte aus, wie man die Persönlichkeit berücksichtige, die bisherigen Medikamente möglichst absetze und zunächst mit psychotherapeutischen Maßnahmen beginne. Dazu können gehören Akupunktur, Aromapflege, Licht-, Gruppen-, Gesprächstherapie, Elektrobehandlung und dergleichen. Aber auch mit den „Medikamenten der zweiten Generation“ würden Erfolge ohne große Nebenwirkungen erzielt.

Er empfahl, zuerst nicht-medikamentöse Methoden zu versuchen. Als präventive Maßnahmen gegen Depressionen nannte Spirkl von Anfang an gesunde Bewegung und Sport ohne Druck. Ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Salaten und Hausmannskost führe auch zu einem psychisch stabilen Leben. Und ganz wichtig: miteinander reden und Gefühle zulassen und auch zeigen.

Eine intensive Diskussion schloss sich dem Vortrag an, wobei der Redner den Unterschied zwischen „Burnout“, „Psychose“, „Epilepsie“, „Demenz“ und eben „Depression“ verdeutlichte. Wichtige Fragen im Anschluss waren etwa: Kann man Depressionen bei Kindern feststellen? „Bei Kindern ist das bis zu einem Alter von zehn Jahren schwierig. Erst ab der Pubertät ist es möglich, diese zu erkennen“, klärte Spirkl auf. Auf die Frage, ob Fett- oder Magersucht als Depression gelten, sagte Spirkl, dass dies eine Begleiterscheinung sein könne.

„Werden Depressionen früh genug erkannt, hat man eine gute Chance auf Heilung. Bei chronischen Patienten hingegen kann die frühzeitige Erkennung eine Verbesserung der Lebenssituation für sich und sein Umfeld darstellen“, sagte Spirkl abschließend.

 
 

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