Politische Diskussion mit Florian Ritter in Waldkraiburg

Veröffentlicht am 08.10.2016 in Ortsverein

Florian Ritter ging am Anfang auf die rechtspopulistischen Parteien in ganz Europa ein, von denen es einige gibt. Während sich diese Parteien bereits etabliert haben, ist das bei der AfD ...
Aykan Inan berichtete von zunehmenden Diskriminierungen in vielen Bereichen für Muslime. Auch extreme Angriffe auf Moscheen und Einrichtung werden ​...
Robert Attenhauser stellte fest, die Demokratie ist nicht in Gefahr, so lange es Pressefreiheit gibt. Aber die Lage ist aktuell ​...
Wolfgang Veiglhuber nahm insbesondere die AfD ins Visier, die für uns in Deutschland besonders interessant ist. ​...
Nach den Ausführungen der Referenten entstand eine anregende Diskussion, in der ​...

SPD Landtagsabgeordneter Florian Ritter gehörte zu den Podiumsteilnehmern bei der Veranstaltung vom Netzwerk für Demokratie und Toleranz „Mühldorf ist bunt“, die sich mit der Themenstellung „Gibt es einen Rechtsruck in Deutschland und Europa?“ beschäftigte.

Moderator Richard Fischer, auch Initiator der Veranstaltung, konnte rund 50 Besucher in der Schenkerhalle begrüßen, darunter Bundestagskandidatin Annette Heidrich, Kreisrat Alex Will, SPD OV Vorsitzenden Bernd Wegmann, ebenso die Bundestagskandidatin der FDP Sandra Bubendorfer.

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde und ein paar einführenden Worten, stellte Richard Fischer die Podiumsteilnehmer vor. Neben Florian Ritter nahmen auch Wolfgang Veiglhuber vom DGB Bildungswerk, Robert Attenhauser, freier Journalist und Aykan Inan, Politikwissenschaftler und stellv. Vorsitzender von DITIB Südbayern , teil. Sie waren gekommen, um das Thema von verschiedenen Bereichen aus zu betrachten. Einmal von der politischen Seite, den Auswirkungen in Europa, zum Thema Pressefreiheit, zur Religionsfreiheit und wie sich z.B. das Parteiprogramm der AfD auf die Arbeitnehmer auswirken kann.

Florian Ritter ging am Anfang auf die rechtspopulistischen Parteien in ganz Europa ein, von denen es einige gibt. Während sich diese Parteien bereits etabliert haben, ist das bei der AfD noch nicht der Fall. Die Ursachen für den Aufstieg dieser Parteien sind vielfältig, zum einen haben sie traditionelle rechtsradikale Parteien abgelöst, sie forcieren Ängste, die Menschen glauben ihr persönlicher Status ist in Gefahr – real oder nicht. Und sie haben keine Lösungskompetenz. Wir sind ein freiheitlicher und pluralistischer Staat, bei uns gelten die Menschenrechte, und zwar für alle – das dürfen wir uns nicht kaputt machen lassen.

Aykan Inan berichtete von zunehmenden Diskriminierungen in vielen Bereichen für Muslime. Auch extreme Angriffe auf Moscheen und Einrichtung werden mehr. Werden die Leute gefragt, was denken sie über den Islam, kommen immer zuerst negative Schlagwörter. Waren es früher Türken die zu uns kamen, sind es jetzt Muslime, die Menschen werden auf ihre Religion reduziert. Aykan Inan betonte,“ wir sind und wir wollen ein Teil der Gesellschaft sein und wir stehen Deutschland loyal gegenüber.

Robert Attenhauser stellte fest, die Demokratie ist nicht in Gefahr, so lange es Pressefreiheit gibt. Aber die Lage ist aktuell angespannt. Weltweit wurden im letzten Jahr 110 Journalisten getötet, und es gab 39 gewalttätige Übergriffe auf Journalisten. Die Sprachwahl wird zunehmend aggressiv, siehe Lügenpresse. Auch der Ausschluss von Reportern, z.B. vom AfD Parteitag, sind üblich, denn Kritik ist nicht erwünscht. Die Pressefreiheit muss auf jeden Fall verteidigt werden.

Wolfgang Veiglhuber nahm insbesondere die AfD ins Visier, die für uns in Deutschland besonders interessant ist. Sie entstand eigentlich als Partei der Eurokritiker, wie Bernd Lucke, hier waren noch keine völkischen Einschläge zu beobachten. Erst mit Thilo Sarrazin kommt die Vererbungslehre wieder ins Gespräch und der völkisch-nationale Einfluss wird groß. Zum Teil werden harte Wirtschaftslügen in Umlauf gebracht, um die europäische Politik schlecht zu machen. Das eigene Volk steht im Vordergrund.

Nach den Ausführungen der Referenten entstand eine anregende Diskussion, in der viele Fragen noch intensiver beantwortet wurden. Am Ende bedankte sich Richard Fischer bei den Teilnehmern für die Ausführungen, den Besuchern für ihr Interesse und wünschte Allen einen guten Nachhause Weg.

 
 

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